Kultur unter der Platane 2023

zur Nachlese
Fr. 18.08.2023 – 18 Uhr – Vorplatz Bezirksamt Brackwede – Germanenstraße – Eintritt frei

K(l)eine Wunder – Eine Lesung mit Hellmuth Opitz, Monika Dlugosch und Ralf Burnicki

„K(l)eine Wunder“ heißt es an diesem Abend, veranstaltet vom Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und ermöglicht dank der Unterstützung durch die Gesellschaft für Literatur in NRW e.V. und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK NRW). Es lesen Ralf Burnicki, Monika Dlugosch und Hellmuth Opitz.

Für Hellmuth Opitz ist das Wörtchen „Wunder“ überwiegend positiv besetzt. Eine der Bedeutungen, die das Wort berührt, ist die Überraschung. Für ihn ist ein Wunder etwas, das unvorhergesehen kommt, etwas, das realistische Erwartungen übertrifft, etwas, das im Vorfeld nicht zu erwarten war. Die zweite damit verbundene Vorstellung beim Wörtchen Wunder ist das Erstaunen. Etwas, das unerwartet eintrifft, sorgt für Verblüffung. „Was das alles mit meinem literarischen Tätigkeitsfeld, dem Schreiben von Gedichten zu tun hat? Nun, für mich ist es jedes Mal ein Wunder, wie ein kleines Gebilde aus Worten für das Schillern des Lebens bewohnbar wird“, betont Hellmuth Opitz.

Zu den Autoren: Ralf Burnicki war in den 1990er-Jahren „unordentlicher“ Teil der bundesweiten Literatur-Undergroundbewegung „Social-Beat“, später ordentliches Mitglied im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), in der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik (Leipzig) sowie Mitherausgeber des Literaturmagazins „Tentakel“. Wenn er aus seinen poetischen Texten liest, kommt Gesellschaftskritik eher unaufdringlich daher. Stattdessen trifft das Publikum auf „Kaskaden fantasiereicher Metaphern“ (Neue Westfälische). Burnickis poetische Bilder beschäftigen sich mit den Verheißungen unserer Gesellschaft, die uns im Alltag das Wunderbare verspricht und ein einzigartiges „Ich“ sein zu können. Über Ralf Burnicki schrieb die „Junge Welt“: „Was den Autor auszeichnet, ist eine intelligente Verknüpfung von sprachlicher Virtuosität mit politischem Inhalt. Wer glaubt, das politische Gedicht sei mit Erich Mühsam, Bertold Brecht oder Erich Fried ausgestorben, wird hier auf höchst lebendige Weise eines Besseren belehrt.“ Zuletzt veröffentlichte Ralf Burnicki die Gedichtbände „Lichtaspirin“ (Edition AV, Bodenburg 2022) und gemeinsam mit Christine Zeides „Keine Lücken“ (Edition Blackbox, Bielefeld 2022).

Diese Veranstaltung wird organisiert von der Stadtteilbibliothek Brackwede in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch Brackwede und dem Verein cultur.konsum e.V.
Finanzielle Unterstützung kommt von der Gesellschaft für Literatur NRW (LIT) und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.